Hallo zusammen,
ich will mich an dieser Stelle nicht fachlich mit dem Knigge bzw. dem "AGB für Knigge" auseinandersetzen, hier im Forum haben das bereits andere Leser wie z.B. Alwin Ibba getan, wo Knigge Ausführungen als schlicht fehlerhaft nachgewiesen wurden. Am "AGB für Knigge" mißfallen mir zwei Tatsachen vehement. Beim Betrachten der Firmenzugehörigkeit der Herren Wiedeking und Szymanski macht man sich doch seine Gedanken bei der Feststellung, daß beide Autoren der selben Firma angehören. Ich will das ganze nicht weiter kommentieren, jeder Leser kann sich selbst seinen Reim darauf machen. Der zweite Punkt ist, daß mir der ganze Artikel viel zu sehr darauf abzielt, alles auf Mißverständnisse zurückzuführen. Man kennt das ja von Politikern die wegen Zitaten öffentlich zurückrudern müßen ("aus dem Zusammenhang gerissen", "falsch zitiert", "mißverstanden" etc.), der ganze Artikel ist mir viel zu sehr in genau dieser Rechtfertigungsrhetorik gehalten. Man soll das ganze eben nicht wortwörtlich nehmen, sondern situativ den jeweiligen Erfordernissen anpassen und überhaupt hätten die Kritiker des Knigge das meiste ohnehin falsch verstanden. Imho greift diese Erklärung überhaupt nicht. Ich weiß aus meinem Kollegenkreis bzw. von anderen regelmäßigen Lesern des Java Magazins, daß der Knigge in der Akzeptanz zwischen Ablehnnung und Belustigung schwankt. "Dass die Kolumne nett, interessant, und vor allem erfrischend ist..." wie Szymanski am Schluß seines Artikels schreibt, konnte ich beim besten Willen bisher bei keinem Kollegen feststellen und möchte das ganz einfach mal bezweifeln. Die ganz simple Wahrheit um den Java-Knigge ist doch schlicht und ergreifend die, daß es sich um eine ganz schlechte Artikelserie handelt. Und daran ändern auch alle Erklärungen und AGBs nichts. Wer mir jetzt vorwirft ich würde nur undifferenziert mies machen und keine Verbesserungsvorschläge bringen - wenn man sehen will, wie man so eine Reihe wirklich fundiert, fachlich richtig und gut geschrieben aufzieht, der werfe mal einen Blick in ein nicht unbekanntes Konkurrenzblatt zum Java-Magazin. Dort läuft seit geraumer Zeit eine Reihe namens "Effective Java" von Angelika Langer und Klaus Kreft, etwas in dieser Art würde ich mir auch im Java-Magazin wünschen.
Grüße
Thoma
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